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Donnerstag, 30. April 2015

Irmgard Kramer und die eigenwilligen Helden

Es gibt sie tatsächlich, diese magischen Momente, in denen man ein Buch aufschlägt, drei Worte liest und sein Herz an dieses Buch verliert.
Einen solchen Moment hatte ich, als ich das erste Buch von Irmgard Kramer aufschlug, das mir in die Hände fiel: "Sunny Valentine: Von Tropenvögeln und königlichen Unterhosen". Ein wunderbar gelbes Buch mit buntem Cover, das perfekt zu meiner sommerbedürftigen Laune passte, strahlte mich an und zuallererst las ich einen Brief der Protagonistin, Sunny Valentine, den sie an Prinz William schreibt, um sich bei ihm zu entschuldigen. Wofür und warum und wie alles vorherige passiert ist, dazu verrate ich jetzt mal nicht so viel, das lest ihr bitte schön selbst! Nur soviel: Neben Sunny spielt seine Herrlichkeit, das Haus, eine wichtige Rolle in diesem Buch - trotz katastrophaler Rechtschreibkenntnisse. Aber es ist eben ein Haus, und keine Schule, und auch nie auf eine solche gegangen, da macht es nichts, dass es seine Bewohner, die lieben Tropenfögel Tropenvögel manchmal vor Herausforderungen stellt beim Lesen.
Für uns Leserinnen und Leser jedenfalls sind die Geschichten von Sunny auch eine echte Herausforderung - zumindest für die Lachmuskeln! Wer also die Bauchmuskulatur seiner Kinder (und vielleicht auch die eigenen) auf die schönste Art überhaupt trainieren will, der mache sich auf zum Buchladen seines Vertrauens und kaufe die Bücher von Irmgard Kramer. Wer da nicht lacht, ist selber schuld!

Montag, 27. April 2015

Isabel Abedi und die Abenteuer im Kopf

Es gibt sie also tatsächlich - die "Mädchenbücher", die rosafarbenen, die ich doch mag. Geschrieben hat sie Isabel Abedi, und deshalb wird sie hier auch gelobhuddelt.
Am bekanntesten sind sicher ihre Lola-Bücher, über dieses wunderbare Mädchen mit deutscher Mutter und brasilianischem Papai, mit wilden Locken, ansteckendem Lachen und dem Kopf voll mit wilden Tagträumen - letzteres haben Lola und ich ja gemeinsam. Aber Isabel Abedi hat auch noch ganz andere, wunderbare Bücher geschrieben, für alle Lebenslagen, voller Herz und Freude und Humor und ernsthaftem Alltag, der gar nicht so ernst sein muss, wenn man ihm mit kindlichem Willen und Mut gegenübertritt.
Isabel Abedi spricht ihren Leserinnen und Lesern direkt aus dem Herzen und direkt in die Herzen. Und wenn wir Erwachsene mal genau hinschauen, dann finden wir ganz viel Bereicherndes für uns selbst in diesen Büchern.
Wer also ein bisschen mehr von der Welt verstehen will, wie sie unseren Kindern erscheint, mache sich auf, um im Buchladen um die Ecke (oder die Straße runter oder hinterm Park) ein Buch von Isabel Abedi zu kaufen. Und ein paar Tage später dann das nächste.

Dienstag, 21. April 2015

Christian Tielmann und die spontane Sympathie

Die Bücher kannte ich natürlich. An Christian Tielmann kommt man als Kinderbuchhändlerin ja nicht vorbei, dafür schreibt der Mann zu viel. Und zu gut, denn ganz ehrlich: einmal kurz reingelesen in die Bücher, und schon sind einem seine Figuren sympathisch. Ganz egal, ob es dabei um Max geht oder um Kommissar Schlotterteich, die Zeitenläufer oder um Bauer Beck.
Und dann bin ich ihm endlich persönlich begegnet und wusste, warum das so ist, dass einem seine Figuren so sympathisch sind: Er selbst ist es auch. Zum einen, weil er hilfsbereit ist und ganz spontan bei einer Lesung für einen erkrankten Kollegen einsprang und dessen Texte las. Zum anderen, weil er einfach - na, eben sympathisch ist. Selbstironisch und witzig und freundlich. Und all das findet sich auch in seinen Büchern, weshalb sie nicht nur für die Jungs und Mädels der Zielgruppe toll sind, sondern auch für die Eltern der Zielgruppe, die die Bücher vorlesen dürfen!
Wenn ihr also Bücher braucht, für Jungs, für Mädels, für Vorleserinnen und für Vorleser, für Fußballfans oder Detektivfreunde oder Weltentdecker - geht in den nächsten Buchladen und kauft die Bücher von Christian Tielmann!

Donnerstag, 26. März 2015

Sabine Ludwig und die lustigen Bücher

Ich freue mich ja immer, wenn ich Autorinnen oder Autoren treffen kann. Wenn diese dann auch noch vorlesen (meistens nicht nur mir), ist das besonders toll. Und richtig toll war das bei Sabine Ludwig. Zuerst einmal: sie ist kaum größer als ich, und so begegneten wir uns auf Augenhöhe, im wahrsten Sinne des Wortes. Das passiert mir nicht oft; ich hatte schon geargwöhnt, dass man eine Mindestgröße mitbringen muss, um Kinderbücher zu schreiben - wahrscheinlich, damit man bei Lesungen die Zuhörer von den Vortragenden unterscheiden kann.
Zum zweiten: Sie brachte Dirk Steinhöfel, seines Zeichens ein toller Illustrator, zur moralischen Unterstützung mit (er gehört übrigens zu den Großen. Also Hochgewachsenen). Der Mann illustriert nicht nur toll, der ist auch noch sehr lustig und immer bereit, zu lachen.
Das haben wir - und die anwesenden Kinder - dann auch lauthals getan, als Sabine Ludwig aus dem neuesten Band ihrer Miss Braitwhistle-Reihe vorlas. Und erzählte (zum Beispiel von IHREN Erfahrungen mit Lehrern und Lehrerinnen aller Art). Und nach der Lesung hat sie sich von mir auch noch auf einen Kaffee in unserer Buchhandlung einladen lassen - und es mir gar nicht übel genommen, dass keine Milch mehr da war...
Sie ist eine wirklich fleißige Autorin und mal abgesehen davon, dass ich ihre Bücher sehr mag, ist sie auch bei den Kindern sehr beliebt. Immer, wenn ich in Schulklassen nach Autorinnen oder Autoren frage, deren Nachname mit einem L anfängt, taucht sie zuverlässig an erster (gut, manchmal auch an zweiter - nach Astrid Lindgren) Stelle auf. Warum Kinder sie und ihre Bücher so mögen? Weil sie herrlich witzig sind, dabei aber die Probleme von Kindern (oft genug mit uns anstrengenden Erwachsenen) sehr ernst nehmen.
Also los, auf in die Buchläden (und Finger weg vom großen A-Bestellbutton!!!) und Ludwig-Bücher kaufen!

Freitag, 6. Februar 2015

Juma Kliebenstein und die Coolness von Büchern

"Hast du das Buch mit den zwei coolen Jungs da?" Die Frage wurde mir vor einiger Zeit gefühlt hundertmal am Tag gestellt. Das war in den Wochen, als Juma Kliebenstein Lesungen in einer Schule ganz in unserer Nähe gemacht hat. Die Kids waren ganz aus dem Häuschen, kamen kichernd in den Laden, standen kichernd vor dem Regal mit den Büchern der Autorin, kamen kichernd zur Kasse und gingen kichernd mit den erworbenenen Schätzen wieder raus.
Ein paar der Kinder (ein Rudel Jungs, um genau zu sein, Viertklässler) hab ich dann mal anzusprechen gewagt mit einem "Na, die Lesung von der Juma Kliebenstein muss ja toll gewesen sein, wenn ihr noch fünf Stunden später kichert!" Und mit großen strahlenden Augen nickten sie so heftig, dass ihnen fast die Köpfe abfielen.
Und ich muss sagen - ich kann die Kinder verstehen. Die Bücher ("Der Tag, an dem ich cool wurde" vorneweg und alle anderen mit Schwung hinterdrein) sind einfach toll - witzig und spritzig und fantasievoll und clever und liebenswert und absolut auf Augenhöhe mit den Kindern. Eben echte Gute-Laune-Bücher. Und was will man mehr?
Naja - vielleicht, dass sie bald mal wieder hier in der Nähe liest, zu einer Zeit, zu der ich gerade nicht arbeiten muss  dann kann ich nämlich auch hingehen und mich noch Stunden später kringelig kichern.