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Freitag, 24. Oktober 2014

Barbara van den Speulhof: Tapferste Elfen und reiselustige Ginpuine

Barbara van den Speulhof ist heute meine persönliche und sowas von von Herzen kommende Empfehlung für euch. Warum? Weil sie die tollsten Elfengeschichten schreibt. Und wer mich kennt, weiß, dass ich NIE sage, dass Elfengeschichten toll sind. Aber "Pippa, die Elfe Emilia und die Katze Zimtundzucker" und "... und die Käsekuchenschlacht" sind einfach großartig. Zumal Emilia nicht so ein zartes, immer graziöses, immer lächelndes braves Geschöpfchen mit Flatterkleidchen und Glitzer ist. Emilia ist mutig für drei! Mindestens! Und das finde nicht nur ich, sondern auch ein Mädchen, das heute in den Laden kam und meinte: "Bestellst du mir das Buch? Ich hab es schon aus der Bibliothek geliehen und gelesen, aber ich MUSS es einfach haben." Und auch die Mama von dem Mädchen: "Endlich, ENDLICH hat sie diese Rosa-Glitzer-Schischi-Phase hinter sich. Von solchen Elfen kann es mehr geben!" Das finde ich auch. Also los, wenn ihr Mädels zuhause habt, deren Rosa-Phase schon zu lange dauert, zieht los und kauft in eurer Lieblingsbuchhandlung Barbara van den Speulhofs Bücher. Auch die Geschichte vom reisenden Ginpuin mit Sprachfehler. Ich würd's tun!
PS: Ich hab ihr das Buch nicht bestellt. Ich hatte es natürlich da.

Dienstag, 21. Oktober 2014

Hilke Rosenboom: Für Große und Kleine

Manchmal, nur gaaaanz manchmal, verkaufe ich Bücher, die ich nicht vorher persönlich gelesen habe. (Daraus ergibt sich die wohl am häufigsten bemühte Lüge meines Lebens: "Ja, das hab ich gelesen und es hat mir sehr gut gefallen!") Und wenn man da jetzt noch ein Manchmal draufsetzt, erhält man die Menge der Bücher, die ich schlussendlich doch noch gelesen habe. Das ging mir ganz lange so mit den Büchern von Hilke Rosenboom, meine heutige, leider schon verstorbene, Autorin des Tages. "Ein Pferd namens Milchmann" habe ich wohl rund 50 mal verkauft, ehe ich es gelesen habe, und dass ich es dann doch noch gelesen habe, kam so: Ich guckte mal eine Kochsendung (unwichtig, welche, gibt ja genug), in der jemand einen superleckeren Nachtisch (ja, ich komme aus der DDR, da war's nicht Dessert, sondern Nachtisch, basta!) zubereitete. Auf die Frage, wo das Rezept her sei, antwortete dieser kochende Mensch, es gebe da so ein Buch, "Rezepte, für die man geheiratet wird" von einer Hilke Rosenboom, ein rundum praktisches Werk, da stünde das drin. Ich merkte auf: Ein Kochbuch von einer Kinderbuchautorin? Na, gucken wir mal. Habe es mir (notgedrungen) antiquarisch besorgt, das Buch, und siehe da: Es war gar kein richtiges Kochbuch, sondern - Schreck lass nach! - ein Lebens- und Beziehungsratgeber. Schluck. Na, erstanden ist erstanden, da kann ich auch mal reingucken. Und siehe, es tat nur so, als sei es ein Ratgeber, dieses Buch, in Wahrheit aber ist es einfach ein geniales lustiges rezeptreiches Werk über Wahn und Witz der menschlichen Rasse. Und von da an war ich süchtig. Es gibt ja eine überschaubare Menge an Büchern dieser Autorin, die habe ich mittlerweile verschlungen. MIlchmann und die Rezepte haben immer noch Ehrenplätze in meinen Regalen inne. Die Rezepte, weil ich sie leidenschaftlich gerne nachkoche, und MIlchmann, weil es das tollste Pferdebuch ist, das ich kenne. Eins für Jungs und Mädchen. Und für Große natürlich auch.

Montag, 20. Oktober 2014

Kirsten Boie: Warmherzig und spannend

Die Feiertage sind rum, die Erkältung (beinahe) besiegt, der Arbeitstag neigt sich dem Feierabend zu und ich präsentiere: Die Autorin des Tages. Heute Kirsten Boie, nicht nur - aber auch - weil heute bei mir eine Familie ganze Stapel von ihren Büchern bei uns aus dem Laden getragen hat, glücklich bis in die Haarspitzen waren die Kinder, und ich auch. Kirsten Boie schreibt ganz zauberhaft schöne, spannende, witzige und liebevolle Kinderbücher UND außerdem beantwortet sie ganz hinreißend die Leserbriefe der Jungs und Mädchen, die ihr schreiben (die Tochter einer Kollegin hat mir mal einen Leserpost-Anwort-Brief von Kirsten Boie gezeigt, da mochte ich sie schon, und nach dem Brieflesen mochte ich sie gleich noch mehr!). Da finden sich Geschichten zum Vorlesen, zum Selberlesen für die Anfänger, zum Selberlesen für die Könner und zum Selberlesen für die, die schon keine Kinderbücher mehr lesen mögen, und sie alle kommen auf ihre Kosten. Also, ihr alle. Meine Lieblingsgeschichte zu Kirsten Boie geht so: Eine Freundin hat ihrer Tochter abends immer aus "Der kleine Ritter Trenk" vorgelesen, bis das Kind eingeschlafen war. Und eines Abends stolpert sie vor der Kinderzimmertür über ihren Mann, der da hockte und sagte: "Das ist so spannend, ich will doch auch wissen, wie es weitergeht!" Muss ich mehr sagen?

Sonntag, 19. Oktober 2014

Andreas Steinhöfel: Witz und Klugheit

Mit laufender Nase von der Erkältung und tränenden Augen vom Lachen empfehle ich heute Andreas Steinhöfel als Autoren des Tages. Der ist immer gut, wenn man ein Kinder- oder Jugendbuch braucht, wenn es witzig, aber nicht platt sein soll, klug, aber nicht belehrend, wenn es Jungsgeschichten sein sollen, die auch Mädchen mögen. Habe gerade wieder in "Dirk und ich" reingelesen (Vorarbeit für eine Lehrerin, die gerne passende Vorlesestellen wollte) und mich königlich amüsiert. Und die Rico-und-Oskar-Geschichten nehm ich sowieso immer wieder zur Hand, allein, weil Rico so schön "Neue Bundesländer" und "Orthografie" und viele andere komplizierte Dinge erklären kann. An der "Mitte der Welt" wachsen auch Erwachsene noch und zu "Der mechanische Prinz" hat Dirk Steinhöfel (ja, der kleine Bruder aus "Dirk und ich", der ist jetzt auch schon groß) das Cover gestaltet, was einfach toll ist. Außerdem hat Andreas Steinhöfel mehrere Preise bekommen (zu Recht!) und mit "Paul Vier und die Schröders" die beste Schullektüre geschrieben, die ich für das entsprechende Alter kenne. Ganz unabsichtlich! Also, reinlesen und Spaß haben!